Vereine

Der Sportverein:
Gründung: 1963, seit 1998 "eingetragener Verein"

Ansprechpartner des Sportvereins: Dirk Schirrey

1. Vorsitzender / Postanschrift:

SV Berlar 1963 e.V.
Dirk Schirrey
Zum Weihen 7
D-59909 Bestwig

Telefon: 02905/530

 

Die Kapellengemeinde Sankt Peter und Paul

Streifzüge durch die Kapellengeschichte

Wann die erste Kirche in Berlar erbaut wurde ist nicht genau nachzu-
weisen. An sie erinnert heute nur noch ein Gedenkstein des Freiherren
Friedrich von Plettenberg auf Kreutzmanns Wiese zwischen dem Gast-
hof Niggemann und dem Meierhof.

Nachdem hier die alte Dorfkapelle wegen Baufälligkeit abgerissen
wurde, erfolgte im Jahr 1882 die Grundsteinlegung zum Bau der
heutigen Kapelle Sankt Peter und Paul. Sie wurde aus freiwilligen
Spenden der Dorfbewohner sowie aus Zuwendungen der Diözese
und der Pfarrei finanziert.


Seit 1862 gehört die Berlarer Kapellengemeinde zur Pfarrei
St. Margaretha in Ramsbeck nachdem sich diese von der Urpfarrei
St. Andreas in Velmede losgelöst hatte.

1951 erfolgte dann der Anbau der Sakristei nach den Plänen
von Oberbaurat Georg Hanxleden (Eivens).

1978 zerstörte ein Blitzschlag den Turm, so das erste Renovierungs-
arbeiten erforderlich wurden. Rechtzeitig zum Hundertjährigen
Bestehen 1982 wurde die Kapelle mit einem neuen Anstrich versehen.
"Neue" Bänke, eine Stiftung der aufgelösten Kapelle der Tannnen-
bergklinik in Beringhausen, ersetzten die alten.


1993 erfolgte eine erneute Renovierung der Kapelle, die ihr das
heutige Aussehen verliehen hat. Von Außen wurde die Naturstein-
fassade überarbeitet, Dach und Turm mit Naturschiefer gedeckt.
Es wurden Kupferrinnen angebracht und Kreuz und Hahn des
Kapellenturms wurden aufgearbeitet und vergoldet.

Die Kleinorgel wurde aus dem Altarraum in die hintere rechte
Ecke verlegt. Innen musste das Dach statisch gesichert werden,
die Chorfenster restauriert, der Altarraum plattiert und der Raum
gestrichen und gemalt werden. Die Kosten betrugen hierfür
ca. 400.000,- DM, wovon 75% die Erzdiözese Paderborn trug.
Der Rest ging zu Lasten der Pfarrgemeinde.

1997 erhielt die Kapelle einen "neuen" Altar.
Das Untergestell bildet ein alter Seitenaltar mit zahlreichen
Verzierungen zu dem Schreiner Paul Hermes eine neue
Altarplatte anfertigte.

Erster Pfarrer von Ramsbeck seit der Loslösung von Velmede
und somit auch zuständig für die Kapellengemeinde Berlar war Werner
Adolph Schuppmann (1862-1879).

Danach folgten:

Vikar Joseph Leising (1879-1884)
Pfarrer Franz Steinhoff (1884-1899)
Friedrich Meyer (1899-1929)
Alfred Heinrich Leonhardt (1929-1960)
Joseph Hollmann (1960-1972)
Johannes Voor (1972-1990)
Joachim Skora (1990-1996)

Seit 1996 Pfarrer Günther Eickelmann
Als Zelebranten für die sonntäglichen Gottesdienste wirkten jedoch die
Mescheder Benediktiner sowie die Patres der Hiltruper Missionare aus
Oeventrop.

Seit Gründung ihres Klosters Königsmünster 1928 bis zur Auflösung
durch das Nazi- Regime 1941 haben die Benedektiner-Mönche die
Eucheristiefeier mit den Berlarern gefeiert. Danach sorgten bis 1994
die Hiltuper Missionare dafür, dass in Berlar jeden Sonntag eine
heilige Messe gefeiert werden konnte.

Von 1960 bis 1993 fand Pater Antonius Schuppert jeden
Sonntag den Weg nach Berlar, der sich dann aus gesundheitlichen
Gründen von Berlar verabschieden musste und 2000 im Alter von
87 Jahren verstarb. Danach wurde St. Peter und Paul noch für ca. ein
Jahr von Pater Hagedorn betreut der jedoch 1994 nach Salwey versetzt
wurde.
Seit dieser Zeit konnte zunächst noch wöchentlich eine Werktagsmesse gehalten werden.Seit diesem Jahr ist die heilige Messe jeweils am 1. Freitag des Monats um 18.30 Uhr im Wechsel mit den Kapellen inWasserfall und Valme.

Allerdings wird die kleine Kapelle auch von zahlreichen Brautpaaren
zur kirchlichen Trauung genutzt.

Zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass
die Patres durch Sammlungen in den einzelnen Familien von monatlich
DM 7,50 bezahlt, bzw. das Geld an den Orden weitergegeben wurde.


Für die Kapellengemeinde sind außerdem drei wichtige Laienämter
zu nennen:

1. Das Amt des Kapellenvorstehers.
Hier erwarben sich in Berlar Verdienste:

Bis 1935 Friedrich Stehling-Witthöfer
1935 - 1947 Lorenz Hanxleden
1953 - 1962 Josef Stehling-Witthöfer
1962 - 1978 Josef Kaiser
1978 - 1981 Paul Hermes
1982 - 1984 Josef Kaiser
1984 - 1993 Heinz Pütz
1993 - 1994 kein 1. Vorsitzender
1994 - 2001 Berthold Brüggemann
seit 2001 Stephan Hermes

Dem heutigen Vorstand gehören ebenfalls Andreas Niggemann als Schriftführer, Berthold Brüggemann als Kassierer sowie die Beisitzer Mechthild Hermes, Marita Stoer, Nicola Heimes,Dirk Schirrey, Karl Josef Stratmann, Peter Gruß und Uwe Siebert an. Neuwahlen erfolgen alle 3 Jahre, wobei jeweils nur ein Teil des Vorstandes neu gewählt wird.

2. Das Küsteramt
Dieses wurde seit der Fertigstellung der Kapelle bis 1909 von den Lehrern der Dorfschule ausgeübt. Seit dieser Zeit ist das Amt im Hause Stehling-Witthöfer. Zunächst Elisabeth Stehling-Witthöfer bis 1951, danach übernahm ihre Schwiegertochter Maria das Amt der Küsterin. Sie erhielt 1997 das päpstliche Ehrenkreuz "Pro Eccllesia et Pontifice" für 50jährige Küstertätigkeit von Papst Johannes Paul dem II.

Seit 2000 wird das Amt von Marie-Theres Stehling-Witthöfer ausgeübt.

3. Das Amt des Organisten

Hier war das Amt ebenfalls bis 1951 durch die Lehrer der Dorfschule ausgefüllt. Seit 1951 wird das Harmonium von Josef Stehling gespielt. Bedacht werden sollten aber auch alle, welche
die Kapelle durch ihren Einsatz stets sauber gehalten haben.

Kapellenfest

Abschließend sollte noch das Kapellenfest erwähnt werden:
Erstmals wurde das Patronatsfest 1972 im Festzelt des Gasthof
Niggemann "Zum Eiling" gefeiert. Das Fest lockte auch damals
schon nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch zahlreiche Gäste
aus den Nachbarortschaften an.
Bei Musik von der Tanzkapelle, Bier vom Fass, der traditionellen Berlarer
Erbsensuppe wurden nicht selten Bekanntschaften geschlossen, die später
durchaus vor den Traualtar führten. Heute wird das 2tägige Kapellenfest
in und um die neu errichtete Dorfhütte "Auf der Wünne" gefeiert.
Hier sorgen Dj`s aber auch Musikkapellen, wie die Valmetaler- oder
Bornsteinmusikanten für Stimmung bei Jung und Alt.
Den Gaumen kann man sich von Spezialitäten wie der Wünnepfanne,
Kartoffeln aus dem Kartoffeleisen aber auch von Waffeln und Kuchen
verwöhnen lassen. Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit, auch
wurde schon Ponyreiten und eine Treckerrallye angeboten.
Große Gewinnchancen bieten sich jedem Besucher bei der Tombola mit attraktiven Preisen, die zum großen Teil von den ortsansässigen Firmen gestiftet werden. Großes Aufsehen erregt hierbei immer der Start eines Heißluftballons von der Festwiese, in dem der Gewinner der Tombola mitfährt.
Selbstverständlich wird auch ein Gottesdienst zu Ehren der Schutz-
patrone Petrus und Paulus gefeiert, deren Gedenktag wir am 29. Juni
begehen. Hieraus ergibt sich auch der jährliche Termin für das
Kapellenfest jeweils am letzten Juniwochenende.
Der Erlös des Kapellenfestes dient der Unterhaltung der Kapelle.


Quellen: Auszüge der Festtagsrede anlässlich der Hundertjahrfeier der
Kapelle von Günther Kathol sowie verschiedene Zeitungsberichte von
Westfalenpost, Sauerlandkurier und Rund um Ramsbeck.



Einen Dank auch an Andrea Hesse für das Zusammentragen und Bereitstellen
des Textes dieser
informativen Historie